Janina und Falk haben 2005 geheiratet und in Mecklenburg-Vorpommern ein  neues Zuhause gefunden. 2012 haben sie in Neustrelitz für ihre 4-köpfige Familie plus Wachtelhund "Zora" ein Holzblockhaus gebaut.

Janina Jagszent ist Diplompsychologin und psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Neustrelitz.

Falk Jagszent ist Diplom-Forstwirt und umweltbewusster Jäger. Neben seiner Arbeit engagiert sich Falk in mehreren Organisationen. Er ist Geschäftsführer des Ökologischen Jagdvereins Mecklenburg-Vorpommern e.V. (ÖJV) und kämpft mit dem ÖJV dafür, das Handwerk Jagd auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen: 

"Die Jagd hat in unserer Kulturlandschaft eigentlich eine sehr wichtige Funktion, wenn es um die Anpassung der Hirsch- und Rehbestände an ihren Lebensraum geht. So ist es ein anerkanntes gesellschaftliches Ziel, unsere künstlichen Nadelholzwälder in Laub- und Mischwälder umzubauen, damit der Wald für folgende Generationen stabil, vielfältig und dem Klimawandel angepasst erhalten bleibt. Das geht im Moment nicht, weil viel zu viele hungrige Mäuler die Waldverjüngung behindern, was zu einem hohen Verlust auch an biologischer Vielfalt führt, wenn Pflanzenarten (nicht nur Bäume!) durch zu hohen Wilddruck nicht überleben können. Der Wald und die Landwirtschaft ächzen unter untragbar hohen Wildbeständen, die Wildschäden gehen in die Hunderte Millionen; wenn man die Wildunfälle noch hinzurechnet, kommt man volkswirtschaftlich gerechnet in den Milliardenbereich!

Dabei darf selbstverständlich der Tierschutz auf der Jagd nicht vernachlässigt werden! Die Tiere können schließlich nichts dafür, dass sie straff bejagt werden müssen. Gemeinsam mit meinem Wachtelhund bevorzuge ich die Jagdform der Stöberjagd, bei der Wild für verhältnismäßig kurze Zeit beunruhigt wird und sich danach wieder natürlich verhalten kann, ohne dem Dauerdruck des ansitzenden Jägers ausgesetzt zu sein. Wenn einmal ein beschossenes Tier nicht sofort gefunden wird, gilt: Nachsuchen! Nachsuchen! Nachsuchen! Hier gibt es auch keine Kompromisse!

Beim Tierschutz legen die Jäger leider sehr unterschiedliche Maßstäbe an. Während auf das "heilige Reh" vermeintlich nur breit stehend geschossen werden darf, wird auf "Feinde" wie Fuchs oder Waschbär rabiat aus allen Lagen Dampf gemacht, auch Jungtiere werden erschlagen, ohne dass es dafür eine sinnvolle Begründung oder wenigstens eine Verwendung im Sinne einer Nutzung gibt. So eine Art von Jagd lehne ich entschieden ab. Auch stellt kaum ein Jäger die industrielle Massentierhaltung in Frage, der Schulterschluss mit den Agrarverbänden ist eng. Hier entsteht doch das wahre Tierleid, dem ich mich durch mein Konsumverhalten verweigere! "